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Masking (Anpassung): ...im Autismus-Spektrum/ADHS
#1
In diesem gut verständlich geschriebenen Artikel (von Konrad Wolf ) wird über die Anpassung berichtet, die autistische Menschen leisten müssen, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Sie kopieren neurotypisches Verhalten, weil sie sonst sehr schnell stigmatisiert und ausgegrenzt werden.

Dieses Übernehmen solcher Verhaltensweisen wird auch als "Masking" bezeichnet.


Click me Hier klicken zum Artikel!


Als ich den Artikel gelesen hatte, dachte ich wieder einmal, wie sehr die Symptomatik von ADHS und z.B. dem Asperger Austismus einander ähneln bzw. fließend ineinander übergehen und wie vieles davon, nicht nur mir persönlich, einigen unsereins doch sehr bekannt vorkommen wird!
Folgende 11 Mitglieder dankten Emely für diesen Beitrag:
  • Lampignon, Unkrauthexe, Murmel, Butterblume, KTT, Brunhilde78, Minzi, Chubasco, Bassmeister, kannso, Matze
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#2
Das erinnert mich sehr an mein Thema [font]In welchen Situationen setzt ihr die Maske auf bzw. wann verstellt ihr euch?[/font]

Spannend. Danke Emely
Folgende 3 Mitglieder dankten Henuauso für diesen Beitrag:
  • Chubasco, Emely, Brunhilde78
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#3
Ein interessanter Artikel. Danke Emely.
Folgende 1 Mitglied dankten Murmel für diesen Beitrag:
  • Emely
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#4
(12.08.2020 12:10)Henuauso schrieb: Das erinnert mich sehr an mein Thema [font]In welchen Situationen setzt ihr die Maske auf bzw. wann verstellt ihr euch?[/font]

Spannend. Danke Emely

Hallo Henauso,

genau daran musste ich nämlich auch denken, als ich ihn las! Tippitoppi

Und ich weiß, dass dieses "Maske aufsetzen" und ganz gezielte Anpassen eben nicht nur Menschen mit alleiniger oder auch zusätzlicher Austismus-Spektrum-Störungen betrifft, sondern ganz sicher viele unsereins mit ADHS!


Denn ganz allgemein gesagt, um als neurodiverser Mensch einigermaßen und auf Dauer in der neurotypischen (manche sagen auch "normalen") Umgebung zurechtzukommen braucht es nun mal viele Strategien und sehr viel Anstrengung!
Folgende 1 Mitglied dankten Emely für diesen Beitrag:
  • headcrack
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#5
Liebe Emely

Vielen Dank für den interessanten Artikel.
Ich habe ihn mit Spannung gelesen und mich in vielen Bereichen wiedererkannt auch wenn bei mir kein Autismus diagnostiziert ist. 
Schon seit Kind schaue ich von "normalen" Menschen Muster ab und versuche diese Verhaltensmuster dann in der neurotypischen Umgebung anzuwenden. Hab jetzt auch verstanden, dass das sehr ermüden kann. Es hat mir erklärt, weshalb ich u.A. so müde und erschöpft teilweise bin. Aber der Artikel lässt mich nun noch mehr Verständnis mir gegenüber erbringen.  Smile
Super  Top
Folgende 2 Mitglieder dankten Chubasco für diesen Beitrag:
  • Brunhilde78, Emely
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#6
(12.08.2020 20:03)Chubasco schrieb: Vielen Dank für den interessanten Artikel.
Ich habe ihn mit Spannung gelesen und mich in vielen Bereichen wiedererkannt auch wenn bei mir kein Autismus diagnostiziert ist. 
Schon seit Kind schaue ich von "normalen" Menschen Muster ab und versuche diese Verhaltensmuster dann in der neurotypischen Umgebung anzuwenden. Hab jetzt auch verstanden, dass das sehr ermüden kann. Es hat mir erklärt, weshalb ich u.A. so müde und erschöpft teilweise bin.


Ich fand den Artikel auch sehr spannend und erkannte mich in so manchem darin wieder, besonders als Kind!

Viele von uns haben doch auch die gewissen Autismus-Anteile oder kennen sie zumindest.


Und zudem kennen auch Menschen mit "nur" der ADHS dieses schnell erschöpft sein, wenn sie sich vermehrt in soziale Kontakte begaben und eben in vielerlei Hinsicht anstrengen mussten, um mit der neurotypischen Umgebung Schritt halten zu können, bzw. weil sie neurotypische Verhaltensweisen kopierten.




Es kostet doch auf die Dauer unglaublich viel Energie, gewisse ADHS-typische Verhaltensweisen zu verbergen oder unterdrücken. Ein BurnOut oder eine Depression sind da eigentlich regelrecht vorprogrammiert, denke ich.


Wer von uns wünschte sich denn nicht schon mal in seinem Leben, auch zu den anderen "dazu zu gehören"!?
Folgende 2 Mitglieder dankten Emely für diesen Beitrag:
  • Unkrauthexe, kannso
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#7
Ich kann das so gar nicht. Leider. Ich bin wie ein offenes Buch. Als Kind hat mich das oft in -nun ja- schwierige Situationen gebracht. Inzwischen stehe ich etwas besser zu mir. Aber es gibt noch viel zu lernen.
Folgende 1 Mitglied dankten Bassmeister für diesen Beitrag:
  • Emely
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#8
(05.09.2020 19:50)Bassmeister schrieb: Ich kann das so gar nicht. Leider. Ich bin wie ein offenes Buch. Als Kind hat mich das oft in -nun ja- schwierige Situationen gebracht. Inzwischen stehe ich etwas besser zu mir. Aber es gibt noch viel zu lernen.

Ich "musste" es können, was mit den äußeren Umständen in der Kindheit zu tun hatte.

Inzwischen habe ich das weitgehend abgelegt, bin ebenfalls ein ziemlich offenes Buch und stehe zur ADHS und den Verhaltensweisen und auch Sichtweisen, die die Diagnose mit sich bringt, was man hier im Forum ja sehr gut sehen kann. Zwinker


Damit in Verbindung steht, dass ich zwingend rechtzeitig Grenzen ziehen muss, wenn mir etwas zu viel wird.


Zu lernen gibt es immer viel, da gebe ich Dir recht und das wird wohl nie enden, macht das Leben aber doch auch irgendwie spannend, finde ich. Smile
Folgende 1 Mitglied dankten Emely für diesen Beitrag:
  • Matze
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#9
Oh, glaub mir, ich hätte auch "gemusst". Aber ich kann es WIRKLICH nicht! Und daß es sonst "langweilig" wäre, halte ich für die schlechteste Ausrede ever. (ich kenne keine Langeweile, nur Überfülle)
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#10
Danke für den spannenden Artikel. Möglicherweise liege liege ich da falsch, aber Masking und Überforderung in bestimmten Situationen sind für mich 2 verschiedene Sachen. Während autistische Menschen ihre Umgebung genau betrachten und dann Mimik, Gestik und Reaktionen üben, weil sie merken, dass so andere Menschen wollen, dass man sich so verhält, ist es bei Adhs'lerInnen doch anders. Wir können aus Gesichtern im Normalfall lesen und auch entsprechend reagieren. Das überfordert uns nicht. Was mich oft überfordert, sind die vielen Gespräche, Geräusche, langes Zuhören. Irgendwann lässt meine Aufmerksamkeit nach und ich versuche hilflos den Gesprächen zu folgen. Oder ich denke auch, dass man starke Impulsivität kaum adäquat unterdrücken kann. Und bei einem erfolgreichen Maskieren, müsste man das tun.

Es gäbe noch viel mehr dazu zu schreiben, aber mir fällt es schwer, das aufzudröseln. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Menschen, die das Masking tatsächlich so kennen, wie es gemeint ist, sich vielleicht mal Gedanken über eine 2. Diagnose machen könnten. Masking hat nichts mit der Annahme von unterschiedlichen Rollen in verschiedenen Situationen zu tun.
Folgende 4 Mitglieder dankten Minzi für diesen Beitrag:
  • Lampignon, headcrack, Unkrauthexe, ComsiComsa
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#11
Ich finde Minzi hat glaube ich gar nicht so unrecht , aber ich lasse mich natürlich auch gerne Verbessern.

Ich glaube es gibt ein Unterschied zu Masking und etwas komnpensieren.

Masking ist ja sich etwas antrainieren was nicht vorhanden ist und dann eben "kategorisch" in den Situationen anzuwenden.

Mit ADHS ist ja vieles vorhanden nur nicht abrufbar oder der Reizfilter bringt es durcheinander.
Es ist ja auch oft mehr ein unterdrücken. Dann wenn wir uns Anpassen wollen müssen wir viel Impulse unterdrücken.
Also wenn ich zum Beispiel in einer Fortbildung zu unruhig bin, dann klemme ich mir die Füsse um die Stuhlbeine, oder Spiele mit was in meiner Westentasche. Aber ich mache es ja nicht um einen ruhigen Mensch darzustellen , sondern einfach nur nicht um die Menschen neben mir zu stören. Ich bin ja ansonsten ja Ich so wie ich da sitze , also trage ja keine Maske ,sondern bin so wie immer in all meinen anderen Reaktionen.

Wenn mein loses Mundwerk mal wieder zu flott, dann versuche ich es natürlich zu steuern, weil es sonst andere nervt und manchmal auch unhöflich ist. Aber ich trage dann keine Maske, sondern sorge in dem ich mich reguliere für eine angenehmere Kommunikation. Ich mache es nicht weil es sich so "gehört" oder weil man es muß, sondern weil ich es selbst möchte, weil es für mich dann auch angenehmer ist. Also wenn z.B in einer Dienstbesprechung wenig Zeit vorhanden ist , dann ist es nicht gut rumzukaspern und Scherze zu reissen. Alles was wir nicht schaffen zu besprechen ist für mich ja auch später ein Nachteil.

Bestimmte Kommunikative Abläuf sind ja bei ADHS normal , aber wir sind halt oft drüber und immer zuviel.
Mit Asperger hat man bestimmte Kommunikationsabläufe nicht. ADHS muss sich vielleicht ehr auf Neurotypische regulieren und der Aspie nicht Vorhandenes auf neurotysich antrainieren und es bliebt nicht vorhanden sondern wird nur eingestezt. Ich glaube von daher schon das man da zwischen ADHS und Asperger Masking differenzieren muss

und Beides kostet viel Energie.

und was mir auch unwahrscheinlich viel Energie raubt sind all diese neurotypschen Executiven Funktionen die ich nicht habe, die immer auch einen Rattenschwanz mit sich bringen also auch wenn ich alleine ohne Maske zu Hause bin.
Folgende 4 Mitglieder dankten ComsiComsa für diesen Beitrag:
  • Lampignon, Unkrauthexe, kannso, Minzi
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#12
Liebe ComsiComsa,

danke für Deinen Beitrag.

Du hast es für mich auf den Punkt gebracht.
Vor einiger Zeit sah ich auf YouTube einen Beitrag von Dr. Mark Benecke, im Gespräch mit einer Frau, die über Barrierefreiheit , bei Autismus eine Studie erstellte.
Dem Gespräch zu folgen war anstrengend, und spannend weil die Frau genau das schilderte.
Sie ist Autistin, er sagt von sich das er Aspi ist.

https://youtu.be/K1h6bWr1_Qs

Dieses Video hat mir geholfen zu verstehen was eine Spektrumstörung ist.
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  • Linnea, Lampignon, Emely, Minzi, Matze
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#13
(06.09.2020 10:37)kannso schrieb: ......

https://youtu.be/K1h6bWr1_Qs

Dieses Video hat mir geholfen zu verstehen was eine Spektrumstörung ist.

Herzlichen Dank für den Link Tippitoppi
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#14
Danke, Muetze

mich würde Deine Meinung zu dem Video interessieren.
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#15
(06.09.2020 12:13)kannso schrieb: Danke, Muetze

mich würde Deine Meinung zu dem Video interessieren.

Sehr gerne, wird aber erst gegen Abend oder morgen was weil ich erst noch andere Dinge erledigen muss und möchte mir das Video in Ruhe gönnen Smile


Gruß Matze der hofft dass Er bis dahin noch dran denkt hier seine Meinung nieder zu schreiben
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#16
(06.09.2020 12:17)Matze schrieb:
(06.09.2020 12:13)kannso schrieb: Danke, Muetze

mich würde Deine Meinung zu dem Video interessieren.

Sehr gerne, wird aber erst gegen Abend oder morgen was weil ich erst noch andere Dinge erledigen muss und möchte mir das Video in Ruhe gönnen Smile


Gruß Matze der hofft dass Er bis dahin noch dran denkt hier seine Meinung nieder zu schreiben
Dann schreibe ich einen "Denkzettel" Schalk Lol

besser, bekannt als denk bitte daran Nachricht .
Folgende 2 Mitglieder dankten kannso für diesen Beitrag:
  • ComsiComsa, Matze
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#17
Hallo kannso Hut

(06.09.2020 12:13)kannso schrieb: Danke, Muetze

mich würde Deine Meinung zu dem Video interessieren.

Erstmal ist es mit den wirklich lauten Nebengeräuschen total schwer am Gespräch dran zu bleiben, ich weiß nicht warum der Typ das Interview gerade dort macht ... Sie sagt "aber es nervt im Hintergrund einfach weiter, Er so "dafür sind wir heute hier und lacht", also wenn der Aspie ist ...ich habe mir das Video zweimal angesaut,
nein glaube ich persönlich nicht.

Das Interview vom Inhalt her fand ich sehr gut, die Stephanie Fuhrmann hat das m.M.n. sehr gut, authentisch und verständlich erklärt, auch der Verein White Unicorn e.V. wo Sie Vorsitzende ist macht einen recht guten Eindruck.


Gruß Matze
Folgende 5 Mitglieder dankten Matze für diesen Beitrag:
  • Lampignon, Minzi, Unkrauthexe, kannso, Emely
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#18
(06.09.2020 10:37)kannso schrieb: Dem Gespräch zu folgen war anstrengend, und spannend weil die Frau genau das schilderte.

Die Geräusche nebenher stressen total.
Dass er das scheinbar ganz locker empfindet, kann ich nicht gut nachvollziehen.

Ich schaue mal weiter................
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#19
Ab ~7:00: "Ich setze sensorische Reize ein, um zu fokussieren."
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#20
Generell, dieses Konzept "Barrieren" trifft doch auch auf uns zu...
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