26.06.2020 20:52
Moin 
Marie hat mich in einem Ihrer Beiträge auf ein wie ich glaube für viele sehr interessantes Thema gebracht "Abschweifen" dazu gehört für auch das "dranbleiben"
Eines meiner größten "Probleme" ist das Abschweifen, sei es in Gesprächen wo ein 5min Gespräch gern mal Stunden dauern kann wobei das eigentliche Gesprächsthema meist schnell unter geht und/oder unbesprochen bleibt ...
Oder beim Arbeiten, da habe ich gerade ein sehr aktuelles Beispiel:
Vor rund 3 Monaten wollte ich an meinen VW Bulli TÜV lassen, ich wusste dass der technisch voll in Ordnung ist aber aufgrund der langen Standzeit wollte ich nochmal eben vorn die Bremsbeläge ausbauen und die Anlagepunkte reinigen, neu schmieren und 2 Tage später zum TÜV, eigentlich eine Sache von zwei gemütlichen Stunden maximal.
es kam anders...
ich mache es kurz da das technische hier wohl nicht so interessant ist.
Bremsbeläge ausgebaut/gereinigt/geschmiert/eingebaut ... dann schweifte ich ab und dachte mir so "na eigentlich kannst dies und das gleich mitmachen und etwas "aufhübschen" (technisch völlig unwichtig)
ich wollte es ja kurz machen ...
unterm Strich habe ich:
- vorn beide Bremsen wieder ausgebaut
- komplette Vorderachse ausgebaut
- Bremsen hinten ausgebaut
- komplette Hinterachse ausgebaut
- alle Bremsleitungen ausgebaut
- habe mir eine Sandstrahlkabine gebaut
- alle Teile bis ins kleinste zerlegt, sandgestrahlt, lackiert und wieder alles zusammengebaut
das dauerte ca. 3Monate, mit kurzen Unterbrechungen da mir das dranbleiben aufgrund der Masse an Teilen und der damit verbundenen Unordnung in meiner Garage schwer fiel und die ganze Aktion auch gut ins Geld ging denn alte Verschleißteile baue ich nicht wieder ein und dann kann man ja gleich "dies" und "jenes" mitmachen ... und das abschweifen nahm kein Ende
Unterm Strich steht der Bulli jetzt fertig da, schaut untendrunter schöner aus als von außen und hat immer noch kein TÜV

Das war jetzt natürlich ein Extrembeispiel, im Hobbybereich spielt das auch keine Rolle, bei meinen alten Arbeitgebern führte aber genau dieses Abschweifen und nicht am eigentlichen dranbleiben oft zu erheblichen Problemen und es war fast unmöglich einen Arbeitgeber bei zu bringen dass dieses Abschweifen auch manchmal längerfristige Vorteile für Ihn hat.
Viele Kunden liebten mich dafür und wollten Ihre Autos ausschließlich von mir repariert haben, auch wenn es länger dauerte und mehr kostete weil die wussten danach passt alles.
Beim aufräumen ist das natürlich nicht anders, ich fange an z.B. mein Schreibtisch auf zu räumen, finde dabei etwas und schwups war`s das mit dem aufräumen, nicht selten schaut es danach schlimmer aus als vorher.
Wie ist das bei Euch mit dem Abschweifen, kommt Ihr auch oft "von`s erste ins tausendste", sei es bei Gesprächen oder Zuhause oder beim arbeiten und wie geht Ihr und Eure Umwelt damit um?
Gruß Matze

Marie hat mich in einem Ihrer Beiträge auf ein wie ich glaube für viele sehr interessantes Thema gebracht "Abschweifen" dazu gehört für auch das "dranbleiben"
Eines meiner größten "Probleme" ist das Abschweifen, sei es in Gesprächen wo ein 5min Gespräch gern mal Stunden dauern kann wobei das eigentliche Gesprächsthema meist schnell unter geht und/oder unbesprochen bleibt ...
Oder beim Arbeiten, da habe ich gerade ein sehr aktuelles Beispiel:
Vor rund 3 Monaten wollte ich an meinen VW Bulli TÜV lassen, ich wusste dass der technisch voll in Ordnung ist aber aufgrund der langen Standzeit wollte ich nochmal eben vorn die Bremsbeläge ausbauen und die Anlagepunkte reinigen, neu schmieren und 2 Tage später zum TÜV, eigentlich eine Sache von zwei gemütlichen Stunden maximal.
es kam anders...
ich mache es kurz da das technische hier wohl nicht so interessant ist.
Bremsbeläge ausgebaut/gereinigt/geschmiert/eingebaut ... dann schweifte ich ab und dachte mir so "na eigentlich kannst dies und das gleich mitmachen und etwas "aufhübschen" (technisch völlig unwichtig)
ich wollte es ja kurz machen ...
unterm Strich habe ich:
- vorn beide Bremsen wieder ausgebaut
- komplette Vorderachse ausgebaut
- Bremsen hinten ausgebaut
- komplette Hinterachse ausgebaut
- alle Bremsleitungen ausgebaut
- habe mir eine Sandstrahlkabine gebaut
- alle Teile bis ins kleinste zerlegt, sandgestrahlt, lackiert und wieder alles zusammengebaut
das dauerte ca. 3Monate, mit kurzen Unterbrechungen da mir das dranbleiben aufgrund der Masse an Teilen und der damit verbundenen Unordnung in meiner Garage schwer fiel und die ganze Aktion auch gut ins Geld ging denn alte Verschleißteile baue ich nicht wieder ein und dann kann man ja gleich "dies" und "jenes" mitmachen ... und das abschweifen nahm kein Ende

Unterm Strich steht der Bulli jetzt fertig da, schaut untendrunter schöner aus als von außen und hat immer noch kein TÜV


Das war jetzt natürlich ein Extrembeispiel, im Hobbybereich spielt das auch keine Rolle, bei meinen alten Arbeitgebern führte aber genau dieses Abschweifen und nicht am eigentlichen dranbleiben oft zu erheblichen Problemen und es war fast unmöglich einen Arbeitgeber bei zu bringen dass dieses Abschweifen auch manchmal längerfristige Vorteile für Ihn hat.
Viele Kunden liebten mich dafür und wollten Ihre Autos ausschließlich von mir repariert haben, auch wenn es länger dauerte und mehr kostete weil die wussten danach passt alles.
Beim aufräumen ist das natürlich nicht anders, ich fange an z.B. mein Schreibtisch auf zu räumen, finde dabei etwas und schwups war`s das mit dem aufräumen, nicht selten schaut es danach schlimmer aus als vorher.
Wie ist das bei Euch mit dem Abschweifen, kommt Ihr auch oft "von`s erste ins tausendste", sei es bei Gesprächen oder Zuhause oder beim arbeiten und wie geht Ihr und Eure Umwelt damit um?
Gruß Matze